Ein Dorf mit Vergangenheit ...

Ortswappen der Gemeinde Hellinghausen

Die Pfarrkirche in Hellinghausen ist dem heiligen Sankt Clemens geweiht. Aus diesem Grunde ist der heilige Clemens neben dem Familiensiegel des Adelsgeschlechts der Familie von Schorlemmer auf dem Wappen der Gemeinde abgebildet. Der schräg nach oben und unten gezahnte Balken (Doppelzinnenbalken) diente früher als Helmzier (Helmschmuck am oberen Rand des Ritterhelms) der Adelsfamilie von Schorlemer. Es wird gesagt, dass es sich bei dieser Darstellung um einen Schafhürde handelt, da der Name von Schorlemer aus „Schor lämmer --„Scher die Lämmer“ abgeleitet wird.  Neben der Figur des Hl. Clemens ist an seinem linken Fuß  zudem noch ein Schaf zu erkennen, das diese Deutung unterstreicht.

Der heilige Klemens

Der hl. Klemens Romanus (Clemens I.) soll der dritte Nachfolger des Apostels Petrus bzw. der vierte Papst der katholischen Kirche in Rom in der Zeit um 88-97 oder 92-101 n. Chr. gewesen sein. Die Quellen sind sich hier nicht ganz einig. Gedenktag immer am 24 oder 25 November (Totensonntag). An diesem Tag feiert der Schützenverein immer das Patronatsfest mit einer Messe und Gedenkfeier am Ehrenmal mit anschließenden Frühschoppen im Gasthof Scheer.
Der Legende zufolge hat Klemens - da den Gefangenen Trinkwasser verweigert wurde - mit Hilfe eines inbrünstigen Gebets und eines klugen Lammes eine Wasserquelle entdeckt, die den quälenden Durst der Gefangenen stillen konnte. Dieses Wunder vermehrte seine Anhängerschaft und die Zahl der Christen auf der Insel. Dies wollte der Kaiser nicht hinnehmen und ließ Klemens mit einem am Hals befestigten Anker ins Meer werfen. Klemens ertrank und wurde fortan als Märtyrer verehrt.